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Sektiererischer Glaube

Gedanken zum Thema Sekten

Der Begriff Sekte ist negativ behaftet. Eigentlich widerstrebt es mir, dieses Wort zu gebrauchen. Ich möchte nicht zu einer Sekte gehören. Ich möchte auch nicht sektiererisch sein, oder nur schon sektiererisch wirken. Gelingt mir dies? Kann ich Kinder erziehen, ein Team leiten, einem Verein vorstehen, eine Kirchengemeinde leiten, ohne jeglichen Hauch von sektiererischem Verhalten?

Meine Antwort zu diesen Fragen lautet eher: Nein, das ist schwierig.
Zu diesem Schluss komme ich aus meinen ganz persönlichen Lebenserfahrungen.
Nach meiner Erkenntnis, ist keine noch so gute Kirche, Glaubensgemeinschaft, Institution, oder Verein, davor bewahrt, nicht gewisse "sektiererische Züge" aufzuweisen. Sowenig wie auch wir als einzelne Menschen mehr oder weniger stets wieder dazu neigen, die Grenze von Verantwortung übernehmen zu Macht ausüben zu überschreiten.

Frage: Was sind nun die Hauptmerkmale einer Sekte? Ist es die Lehre? Ist es das manipulative Verhalten von Führungspersönlichkeiten? Ist es Gruppendruck? Ist es Machtausübung?

Mein Fazit: Es ist eine Mischung aus all dem! Am stärksten würde ich das Verhalten und die Machtausübung von einflussreichen Persönlichkeiten, oder der Leitungspersonen gewichten.
Ich werde auch meine Kirche, zu der ich gehöre, weiterhin gut beobachten und was an mir liegt, mich dafür einsetzen, dass wir uns nicht zu einer Glaubensgemeinschaft entwickeln mit sektiererischen Zügen. Dies kann schleichend geschehen und hängt von all den oben erwähnten Faktoren ab.

Auf der Webseite relinfo.ch
werden nebst vielen Informationen zum Thema Sekten, deren hauptsächlichsten Merkmahle beschrieben. (Ich habe sie in 6 Punkten zusammengefasst. s. "Sektentest" )

Sektentest

Wenn ich die untenstehenden 6 Merkmale in einer Skala von 1 – 8 bewerten müsste, wie würde ich meine Glaubensgemeinschaft / Verein / Kirche / Sportclub usw. bewerten?

1) Eine Führung, deren Aussagen nicht hinterfragbar sind.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu

2) Regulationen und Einschränkungen für viele Bereiche des Lebens. Kontrollmechanismus zur Überwachung des Verhaltens der einzelnen Mitglieder.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu

3) Eine Innen-Aussen-Spaltung mit Abwertung der Aussenwelt. Elitebewusstsein.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu

4) Verbot oder die Ächtung von Beziehungen und Freundschaften zu «Aussenstehenden». Ausser, diese Beziehungen dienen der Mitgliedergewinnung.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu

5) Hohe zeitliche Inanspruchnahme der Mitglieder.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu

6) Erwartungen an die finanziellen Ressourcen der Mitglieder.

Trifft nicht zu 1---2---3---4---5---6---7---8 Trifft zu